Ergebnisse

  1. Verbesserung der Aufmerksamkeit
  2. Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten
  3. Gestärktes Selbstwertgefühl
  4. Verbesserung in den Bereichen:
    • Lesen
    • Rechtschreibung
    • Handschrift
    • Mathematik
    • Fremdsprachen

Beispiele

L. kam zu uns, weil sie auch gegen Ende der zweiten Klasse noch nicht alle Buchstaben spontan erkennen konnte und Schwierigkeiten hatte, altersgemäß zu lesen und zu schreiben. L. hat in insgesamt 16 Stunden das Intensivprogramm der Individuellen Lernberatung absolviert.

Sie arbeitete mit viel Freude, sehr interessiert und konzentriert mit. L. hat gelernt, ihre Konzentration zu halten und ihre starke Vorstellungsfähigkeit so zu richten, dass sie sich nicht störend auf den Lese- und Schreibprozess auswirkt. Sie hat sich das Alphabet durch Darstellen in Knet neu und sicher angeeignet und dabei die noch unsicheren Buchstaben intensiv bearbeitet, bis sie völlig sicher war.

Durch Übungen nach McAllen mit den Füßen und Händen und durch Geschicklichkeitsübungen (Stäbchenessen) fand L. schnell zu einer bequemen und lockeren Stifthaltung. Einige Rechtschreibregeln konnte sie sich durch bildhafte Darstellungen so deutlich machen, dass sie sie auch anwenden konnte.

Schreibprobe bei der Vorstellung:

Schreibprobe nach 16 Stunden Intensivprogramm:

Sie lernte die Wörter als Ganzes zu erfassen und ihre Lesegeschwindigkeit zu verlangsamen. Sie las beinahe fehlerfrei und entspannt einen altersgemäßen Text.

L. hat in nur 4 Tagen deutliche Fortschritte gemacht. Sowohl im sicheren Umgang mit Schreiben und Lesen als auch in ihrer Fähigkeit, Verwirrung zu vermeiden und die Konzentrationsspanne länger zu halten. Sie sollte noch etwa sechs Wochen weiter üben. Da sie ein verkürztes Programm absolviert hat, sollte genau darauf geachtet werden, dass sich nicht wieder „alte Muster“ einstellen. Eventuell braucht sie noch einige Stunden zur „Auffrischung“.


J. hat eine Intensivwoche im Umfang von 20 Unterrichtsstunden absolviert. Er kam zu uns, weil er auch gegen Ende der dritten Klasse Schwierigkeiten hatte, altersgemäß leserlich zu schreiben.

J. arbeitete interessiert und eifrig mit. Er zeigte deutlich seinen Willen, das Schreiben gut zu erlernen. Schon bei der Vorstellung hatte sich gezeigt, dass J. bei jedem Schreibversuch in eine starke Anspannung geriet, so dass er den Stift nicht willentlich führen konnte. Zeitweilig zitterte seine Hand.

Um ihn aus dieser Verwirrung herauszuführen, lernte J., sich stärker auf den hinteren Raum zu konzentrieren und so zu einer Orientierung zu kommen. Dies gelang ihm sehr schnell. Er lernte, diese „entspannte Aufmerksamkeit“ herzustellen und zu halten. Die notwendige Lockerheit in den Gliedmaßen bis hin zu den Händen wurde durch gezielte Ballübungen und andere Bewegungsübungen nach McAllen weitgehend erreicht.

Parallel zu diesen Übungen wurde das Alphabet dreidimensional in Knet hergestellt. Unklare Buchstabenformen wurden entdeckt und so bearbeitet, dass sie spontan erkannt werden konnten. Im weiteren Verlauf wurde nun die Schreibschrift neu erlernt und zu einer anfänglichen Sicherheit geführt. J. freute sich über seine nun leserliche Schrift.

Schreibprobe vom ersten Tag der Intensivwoche:

Schreibprobe vom letzten Tag der Intensivwoche:

J. hat in dieser Woche große Fortschritte gemacht, es hat sich aber auch gezeigt, dass er noch einige Zeit (ca. 6 Monate) weiter eine regelmäßige Begleitung braucht, um die neu erlernten Techniken sicherer anwenden zu können. J. beherrscht die Schreibschrift jetzt und hat auch Freude daran, schön zu schreiben, es strengt ihn aber doch noch an. Er braucht noch viel Übung, damit er nicht in alte Muster zurückfällt.


C. wurde von uns wegen einer ausgeprägten Rechenschwäche (Dsykalkulie) heilpädagogisch gefördert.

Um C.s Selbstwertgefühl zu stärken, arbeiteten wir zunächst mit den Bewegungsübungen nach McAllen. Nebenher erarbeiteten wir mit ihr in kleinen Schritten die Grundkonzepte des Rechnens anhand von Knetmodellen, so dass sie schließlich ganz sicher war, es verstanden zu haben.

Die bei jeder Unsicherheit eintretenden Blockierungen konnte sie durch Orientierungs-Übungen bald selbst unterbrechen. Mit zunehmender Sicherheit in den Anfängen der Mathematik in überschaubarem Zahlenraum konnte C. bald eine erfreuliche Sicherheit gewinnen. Sie freute sich auch selbst an ihren Fortschritten.

Sie beherrscht nun die schriftlichen Grundrechenarten und teilweise das kleine Einmaleins. Im Bruchrechnen konnten wir erste Schritte tun. Wichtig für ihren weiteren Weg war für uns, dass C. Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten gewonnen hat.


A. kam zu mir, weil sie auch noch in der Oberstufe aufgrund ihrer legasthenischen Veranlagung in Englisch fast nichts lesen und auch nur rudimentär und sehr fehlerhaft schreiben konnte.

Da sie aber einen Mittlere-Reife-Abschluss anstrebte, wollte sie mit meiner Hilfe versuchen, sich im schriftlichen Bereich der englischen Sprache so weit wie möglich zu verbessern, um die Prüfung bestehen zu können. Mündlich beherrscht A. die englische Sprache deutlich besser, weil sie drei Monate in Neuseeland war. Sie hatte sich aber einige grammatikalische Fehler angeeignet.

Zu Beginn unserer Arbeit lernte A., wie sie sich in ein inneres Gleichgewicht und einen Zustand entspannter Aufmerksamkeit bringen konnte. Sie verstand schnell, worum es ging und lernte bald, auch erste Anflüge von Unkonzentriertheit zu bemerken und diesen entgegen zu steuern.

Zunächst stellte A. nun das große und das kleine Alphabet dreidimensional in Knet her. Dies diente einmal dazu, dass sie sich mit den Buchstaben als Grundlage aller schriftlichen Arbeit intensiver verbinden konnte, zum anderen konnte bei der Bearbeitung dieser selbst angefertigten Buchstabenmodelle festgestellt werden, ob einzelne Buchstaben bereits zu Blockaden führen. Es stellte sich heraus, dass sie die Buchstaben J, p, q und j nicht völlig sicher spontan benennen und/oder erkennen konnte. Nachdem wir diese Buchstaben gründlich bearbeitet hatten, waren keine Probleme mehr zu bemerken.

Begleitet von einigen Übungen nach McAllen lernte A. nun aus einem Zustand der „entspannten Aufmerksamkeit“ heraus, die englischen Wörter anzuschauen, ohne zu versuchen, sie deutsch-lautierend in Sprache umzusetzen, sondern das ihr ja vom Sprechen her bereits bekannte englische Wort darin zu erkennen. Es brauchte verschiedener Übungen zur Steuerung der Augenbewegungen und zum Erkennen und Vermeiden von innerer Anspannung, bis A. schließlich einfache Texte lesen konnte, ohne in Anspannung zu geraten.

Als diese erste Hürde überwunden war, dauerte es nur noch wenige Stunden, bis sie auch Texte mit einem ihrer Klassenstufe entsprechenden Schwierigkeitsgrad zwar noch langsam, aber doch gut verständlich lesen konnte. Ihre Englisch-Lehrerin zeigte sich sehr erleichtert, weil sie bisher A. alle Texte hatte vorlesen müssen, damit A. sie wenigstens mündlich hatte bearbeiten können.

Nun konnte A. auch daran gehen, sich mit dem Schreiben englischer Texte zu befassen. Hierfür wendeten wir die Methode des „Decodierens“ nach Dr. V. Birkenbihl mit gutem Erfolg an. Auch auf den mündlichen Umgang mit der Sprache hatten ihre Fortschritte im Lesen und Schreiben einen deutlich positiven Einfluss, weil sie sich nun feinere Differenzierungen in der Aussprache auch aus der Schreibweise ableiten und einprägen konnte.

A. hat in diesen Wochen einen starken Lernwillen und eine sehr schnelle Auffassungsgabe gezeigt. Da sie nun weiß, wie sie vorgehen muss, wird sie die Mittlere-Reife-Prüfung sicher bestehen, was vor unserer Arbeit sehr in Frage stand. Den mündlichen Teil der Prüfung hat sie inzwischen mit der Note 1,7 bestanden!